Archiv für Oktober 2008

looking like an emo

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Meine mit 46 schrammen und 3 blutergüssen gespickten hände wissen es und ich spreche es aus: ich hab morgen frei und ich habe es mir redlich verdient.

seit montag arbeite ich mit einem siebenjährigen autisten,  jeder der das krankheitsbild kennt weiß das diese nicht umsonst dauernd auf dem boden sitzen. naja meine blase würde es mir danken wenn ich dauernd auf den kalten fliesen hocken würde, aber ihm scheint es dort unten durchaus zu gefallen. wie er dort hin kommt? indem er nicht seinen willen bekommt. sei es weil man ihm nicht sagen kann ob der zug der eben vorbei gefahren ist ein güter- oder ein personenbeförderungsmittel war, er nicht warten darf bis der bus vom hof gefahren ist oder einfach nur weil er eben lust dazu hat. anfangen tut es dann immer mit leisem gejaule, dann wird durch die gegend gesprunge, es folgt geschrei und ehe man sich versieht sitzt er dort wo er eben noch gestanden hat. wenn man nun etwas falsches tut, im sinne von passt ihm eben grade nicht, versucht er sich den schädel mit dem gehweg einzuschlagen, jetzt spätestens sollte man eingreifen. autisten sind auf eine beständiges umfeld programmiert und vertragen keine veränderungen, nun ist allerdings der integrationshelfer des jungen mannes seit geraumer zeit krank und ich bin eben die letzte im bunde die für ihn einspringen muss. das kind ist allso vollkommen verwirrt durch den ständigen wechsel seiner bezugsperson. wärend man also auf dem boden sitzt und versucht den jungen daran zu hindern sich ein schädeltrauma zu holen überspringt der fokus der aggression auf den helfer und kinderhände sind bekanntlich geschickt. fazit: heute morgen vor unterrichtsbeginn auf dem weg zur klasse hatte unser minirambo wieder eine kleinen wutausbruch. als wir dann zehn minuten später an der klasse ankommen läuft das blut mir mittlerweile die fingerspitzen hinunter.   aber man kennt mich ja desinfecktionsmittel drauf und gut is. naja ok ich habe ihm im leufe des tages wohl noch ca hundert mal verbal den schädel vom hals gerissen, aber heute hat er sich im vergleich zu den letzten tagen wohl noch am besten benommen, scheinbar gewöhnt er sich langsam an mich.  tja schade, montag bin ich ja schon wieder weg und dann hat wieder jemand anderes das problem. am ende meines heutigen arbeitstages sandte ich einen freudenschrei gen himmel der mit allgemein verständnissvollem grinsen quitiert meiner seele freiheit verschaffte. ich habe es überlebt! einen tag haben ich nun noch durchzuhalten dann habe ich meine kleine wieder, die ist nämlich krank und ich vermisse sie sehr.

gute alte freunde

Sonntag, 26. Oktober 2008

ich bin überrascht, in letzter zeit tritt es vermehrt auf das sich meine alten freunde wieder melden. so welche bei denen man sich fragt: “denken sie wohl ab und zu an mich”. ich habe ja nun eine längere zeit damit verbracht mich bei niemandem so wirklich zu melden. sei es wegen der arbeit oder weil ich einfach keine lust mehr habe menschen hinterher zu rennen die scheinbar auf meine anwesenheit verzichten können, wenn ich nicht grade frage ob man was machen will. zudem hat sich mein freundeskreis doch arg ins ausland verlagert und warum soll man sich schweren herzens abmühen wenn doch da menschen sind die sich nun mal wirlich um mich kümmern und die ich mittlerweile genau so liebgewonnen habe. naja scheinbar ist die zeit des einsam vor meinem pc vegetierens vorbei. viel zeit habe ich zwar immer noch nicht, die arbeit schlaucht eben, aber wenn mich jemand fragt sage ich betimmt nicht nein.

ich bin froh, dass ich meine nächtlichen mc-donalds besuche wieder habe, auch wenn ich dann übermüdet zur arbeit gehe, sitze ich doch sehr gern mit meinem “kleinen” im kids-corner und warte darauf das er sich doch noch ein eis holt, auch wenn er auf seine linie achten will. ich freu mich wenn ein gewisser zwilling mich fragt ob wir nicht mal wieder in dem pub gehen, obwohl ich mein geld für tickets, in die schweiz, ausgegeben habe. und auch wenn das ticket nach essen teuer ist, gehe ich doch gerne dort shoppen auch wenn ich die klamotten ebenso in dortmund kaufen kann. selbst der mensch, den ich bei meinem großen aufbruch in die weite welt ohne ein wort verlassen habe macht es mir unheimlich viel freude wenn er nach drei jahren ohne jeglichen kontakt doch meine nachricht beantwortet. doch ganz besonders habe ich mich über den gestrigen abend gefreut, nach ewig langer zeit war ich mal wieder in meiner alten stammkneipe mit einem unheimlich guten freund, bei dem ich gedacht hatte ich hätte es mir nun endgültig mit ihm verscherzt. und es war wie immer, ob ich diesen umstand nun wirklich so gut finden soll weiß ich nicht, aber wieder einen der mir vertrautesten menschen, der immer für mich da war, bei mir zu haben hat mich unheimlich glücklich gemacht.

Ich hab euch lieb.

“du hast garkein geburtstag”

Montag, 20. Oktober 2008

gestern war ich essen, döner, natürlich nicht alleine, wär ja auch doof sonst. ich ging also mit meinem kolegen so die straße lang und irgendwie sind wir auf das thema geburtstage gekommen. es hat garnicht so lange gedauert bis ihm aufgefallen ist das ich solche daten immer schön für mich behalte und vom feiern auch nicht so begeistert bin. wir kennen uns ja nun auch schon ein paar jährchen und irgendwie hat mans dann doch immer ganz zufällig verpasst, dass ich nun eigentlich drei jahre älter geworden sein müsste. bin ich aber nicht, sagt zumindest er. über die theorie das ich mich selbst in die welt gepflanzt habe oder gar nicht altere sind wir zu dem schluss gekommen, dass dieses thema wohl immer ein ungelöstes mysterium bleiben wird und wann ich nun geburtstag habe weiß er bis jetzt noch nicht.

zur auflösung, ja, auch ich habe geburtstag und bin nicht wie phönix aus der asche auferstanden, ich steh einfach nur nicht so sehr auf den trubel, der darum gemacht wird. das feiern hab ich die letzten jahre einfach verplant und wenn ich denn mal zeit hab ne party zu organisieren ists schon zu spät. naja dieses jahr werde ich wohl müssen immerhin wird man nur einmal im leben 21.

zumindest weiß ich jetzt das mein konzept aufgeht, das sagenumwobene nie vollkommen enttarnte pandabärchen hat an ihrem geburtstag ein bisschen ihre ruhe.

über ein wenig zuwendung freue ich mich allerdings immer, auch an diesem speziellen tag.

die kleinen hürden des lebens

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Hach ja nach nun

einer woche besuch aus der schweiz; ich habe meinen “final quest” scheinbar ganz gut gemeistert und mich dabei vielleicht nicht ganz so dämlich angestellt wie ich gedacht hatte, naja ok ich bin eben schusselig ungelenk und verklemmt, damit kann man ja leben, zumindest die meisten … ich allerdings nicht und seit mir das so richtig klar ist habe ich vor ,ab jetzt jeden tag, sport zu machen vielleicht geh ich joggen oder mache abends situps, aber erst morgen, oder vielleicht übermorgen? man muss ja auch erstmal jemanden finden der mit einem die leidenschaft des sports teilt damit man nicht alleine ist, dann muss man sich einen schönen platz zum sport machen aussuchen, zeit haben bzw. eine zeitliche übereinstimmung finden, sich eine schöne sportart aussuchen, sich schicke sportklamotten suchen und auch kaufen, dafür braucht man allerdings auch erstmal geld und eigentlich ist das wetter ja momentan eh viel zu schlecht für sport.

einer woche seminar in wuppertal; da ist also ein haufen, 37 man, menschen der sich so garnicht nach einigkeit anfühlt und auch zimlich nach fremdartig aussieht unter einem jugendherbergsdach vereint und will nun ringelpiets mit anfassen spielen, ja ringelpiets mit anfassen. antwort einer teilnehmerin die lieber anonym bleibern sollte: ehrlich? und das meinte sie vollkommen ernst… ebenso hatten sich unter uns damen auch ein paar wenige herren eingfunden, wie der ein oder andere das geschafft hat ist mir bis heute noch ein ratsel, da klopfte es, eines abends an der tür unseres, mit doch recht sozialkompetetnten mädels angefüllten, zimmers, die antwokt schallte im chor hinaus “herrein” … nichts tut sich, bis eine von uns sich erbarmt und die türe selbst öffnet. ein bild für die götter breitet sich vor unseren augen aus, der werte herr lehnt verführerisch an der wand, lächelt zaghaft, zum sprung bereit… doch, seine miene wandelt sich zu einem ausdruck der leicht mit WTF! zu beschreiben währe. leise fast unmerklich tönt es von ihm ” oh… falsches zimmer” alle verkneifen es sich, die dame an der tür “lächelt” und schließt jene, dann prusten wir alle los, machmal ist es doch schweher an sein ziel zu kommen als man glaubt. bemerkenswert allerdings hingegen das vorzeigeexemplar der gruppe-mann: metaler groß gewachsen und ein bisschen arg wie bernhardienerbaby mit zu großen pfoten geraten, hat seine hürde mit bravour gemeistert, der herr hatte höhenangst und mit viel gutem zureden und einer menge schweiß hatte dieser den niedrigseilgarten ( eine gruppe junger erwachsener begiebt sich minder freiwillig in waldige schlammgebiete um gemeinsam des noch nicht vorhandenen vertrauens zu fröhnen und dabei albernheiten auf spanngurten zu veranstalten) gemeistert auch wenn er dabei ein bisschen wie vibrator auf extasy ausgesehen hat. ich jedenfalls bin stolz auf ihn, meiner einer hat sich nämlich nach einer hand greifend wie tarzan ins getümmel geworfen und dabei mindestens 3 friesuren und ein outfit zerstört.

und knapp einer woche wieder eingewöhnugszeit in den schuhlalltag meiner herzallerliebsten siebten klasse; es ist winter, hat schon mal jemand versucht einer sperrholzplatte eine jacke anzuziehen? ok meine sperrolzplatte wiegt ein bisschen mehr ist dafür ein ganz kleines bisschen gelänkiger und lässt sich immer wieder gerne mit einem breiten grinsen fallen. man ziehe den ersten ärmel über den arm und rupfe käftig daran und der zweite: man greife allso mit einer hand in den anzuziehenden ärmel wärend man den anderen arm kustvoll um das kind schlinge, man ergreife die hand und ziehe daran. man lasse wieder los und versuche das kind am fallen zu hindern, dann versuche man es erneut. nach viermaligem versuchen wechsle man die positionen der arme und beginne von vorn. dann setze man das kind hin, merke das die armlehne das rollis im weg ist und das genze unmöglich macht, man ziehe anzuziehendes objeckt ein stück weit nach vorn und beginne am anfang, diesmal ein bisschen energischer, das kind is ja schließlich nicht aus glas, noch energischer, noch ein bisschen, man lasse wieder los und stelle sein knie zwischen die beine des objeckts damit es nicht noch weiter rutscht, man versuche es erneut, moment erst das kind wieder hoch ziehen, so jetzt ziehen, kräftig ziehen, noch ein bisschen, waah.. mist, wieder hoch, ja jetzt ja.. herrlich. jetzt noch einen vollsprint zum bus hinlegen und feierabend.

sitze ich nun hier höre hippiemusik, marke jefferson airplane - white rabbit und bin abersolut planlos was schreiben. wie es dazu kam? ich hocke im skype, heute nur via tastatur, mein headset ist kaputt und auf die dauer ist es einfach unpraktisch zwei [eins zum hören, eins zum sprechen] von diesen riesenklötzen mit sich rum zu tragen, und unterhalte mich mit einem freund über seine gänzlich fehlende sicherheit was frauen, in diesem speziellen fall wohl eine ganz besondere frau, angeht. wie bekommt man also eine frau soweit das sie einen mag oder gar das sie mit einem einen gewissen teil ihres lebens verbringt? mögen tut sie ihn schonmal, das ist für mich zimlich klar ersichtlich, doch mit “liebe ist krieg” und “lieber auf nummer sicher gehen” ist in besagter einfach kein blumentopf zu gewinnen. frauen wollen taten sprechen sehen. nach wochenlangem dezentem hinweisen auf diese nicht zu verleumnenden tatsache griff ich nun tief in meine songtrickkiste, doch auch mulans - sei ein mann und tarzans - so ein mann brachte mich und somit auch ihn nicht weiter. ins gespräch vertieft verfalle ich in den disneywahn und komme über sinderella und dumbo zu alice im wunderland und da ist white rabbit eben nicht weit.