Archiv für November 2008

wenn man keine ahnung hat einfach mal nett lächeln

Sonntag, 16. November 2008

mir geht es gut. vielleicht zu gut. bis auf wenige ausnahmen grinse ich ununterbrochen, vor allem wenn ich feierabend habe und wenn man so glücklich ist wie ich, dann lächelt man sogar alte leute an, doch eben jene sind am häufigsten die, die nicht zurück lächeln, traurig eigentlich, wobei sie doch die glücklichsten von uns allen sein mussten. ich meine solche menschen müssen sich doch um nichts mehr sorgen machen. sie brauchen sich den kopf nicht mehr über die altersvorsorge zu zerbrechen, an dem was sie bekommen können sie ja so oder so nichts mehr ändern und ich denke mit der zeit gewöhnt man sich daran mit dem was man hat auszukommen, auch wenn es wenig ist. ich für meinen teil war zumindest auch mit wenig geld glücklich. ebenso hällt sie niemand davon ab genau so viel spaß zu haben wie wir jungen leute. dabei stellt man sich natürlich die frage ob sie das genau so sehen.

und ich hatte meinen spaß. erst kürzlich wurde ich seit langem mal wieder auf eine private fete eingeladen, von einem meiner langjährigsten kollegen, aus der realschulzeit und damit einem der wenigen leute die mir über so viele jahre wirklich treu geblieben sind, die oldschool besetzung auf der diesjährigen war zwar, durch das vater werden des einen und die arbeitssucht des anderen, geschrumpft und aus unseren quartett ist ein duo des blödsinns geworden aber lustig war es trozdem. allein das quatschen über alte zeiten, als ich noch grüne haare hatte, der gastgeber noch schlauer wahr als sein mathe lehrer und wir noch mit reinem gewissen und in unschuld gewaschenen händen auf dem schulhof dragoonball nachgespielt und pokemonkarten gesammel haben. ok, einige sind wohl immer noch recht unschuldig, so kam es mir zumindest vor als der vater des gastgebers versuchte seinen jüngsten sohn, des gastgebers bruder,

“das ist mein klon, er hat alle meine schlechten eigenschaften, er ist fett, verfressen, faul” (self owned)

unter den tisch zu trinken, nach dem er um c.a. neun uhr mogens von einem konzert zurück kam (der vater, nicht der sohn) und wir, ich auf gefühlten drei lietern kaffee,  weil mein biorhythmus sich dachte es ist zehn, du musst ins bett und nach exessivem singstar-rocking mir den wodka anbot sich folgendes szenario dabot: “willst du mich abfüllen, damit ich deinen sohn in das mennwerden einführe?” H. guckt shockiert und nimmt die flasche vom tisch. “der? der ist mir so jungfräulich wesentlich lieber.” man sollte wohl anmerken der kleine is grade 16. ich darauf:”beide?” Ich grinse und die flasche steht schneller als ich gucken kann wieder auf dem tisch.

ebenso immer wieder eine kleine freude, die sich auch alte leute gönnen könnten, ist es sich über den dönermann um die ecke zu amüsieren. ich versuche mittlerweile seit mehr als zwei jahren ihn irgendwie davon zu überzeugen das ich die majo die ich bestellt habe auch auf meine pommes bekomme. denn bis jetzt hat er sie jedes mal vergessen, oder meint er vielleicht ich sei zu dick und tut nur so schusselig? was auch immer es ist, ich bin fest davon überzeugt die weltbank steckt dahinter und die illuminaten und die bildzeitung. jedenfalls ist mein dönermann scheinbar lernresistent. ob ich die majonese am anfang bestelle, nach dem auflegen des salats bescheid gebe, im pommesmoment eingreife oder am ende sage das ich doch gerne majo hätte, bis jetzt habe ich sie nie bekommen und wenn doch matscht die majonese auf dem dönerfleisch und nicht auf den pommes. ich für meinen teil habe mir mittlerweile eine notfalltube majo in einem namenhaften supermarkt besorgt und garniere meine pommes de terre in stäbchenform ab jetzt zuhause. seit dem kann ich herzhaft über das täglich grüßende mumeltier lachen.

wo wir schon mal beim kaufen und verkaufen von lebenswichtigen waren sind so komme ich nun auch schon zu punkt drei meiner “want to tell liste”. ich bin zwanzig und ja ich bin klein und schmächtig aber ich glaube wenn ich auch nur zehn cm größer wäre dann würden auch andere merken das ich schon eine alte schachtel bin. wobei wir auch schon beim eigentlichen thema wären, schachteln. in meinen favorisierten schachteln sind vorzugsweise zigaretten. sie geben meinem leben den gewisschen luxus, denn wer gibt im monat schon zweihundert euro aus um sie zu verbrennen, realistisch betrachtet ist das schon fast so dekadent wie sich ein kino zu mieten um sich eine dvd an zu sehen. doch wie kommt man an das heiß ersehnte gut ohne personalausweis? ich für meinen teil garnicht, denn nach der meinung der kioskbesitzer und tankstellen angestellten sehe ich geschminkt und schick gekleidet aus wie fünfzehn und bekommen somit ohne meinen altersnachweis nicht einmal eine flasche bier. hingegen werde ich nach einer durchzechten nacht mit zerzausen haaren, tiefen augenringen und im schlabberjogger immerhin für volljährig gehalten.  das witzige an der ganzen sache ist nun wenn man denn auf die frage: ” darf ich mal deinen ausweis sehen?” mit bitter ernster miene eben jenen mit den worten “und jetzt sietzen sie mich bitte.” auf den tresen legt. die gesichter sind wirklich zum schießen. also liebe alternden mitmenschen entspannt euch doch auch mal mit einer gepflegten zigarette.

oder zieht einfach mal um. so wie ich im kommenden februar. nein keine angst, noch ziehe ich nicht in die schweiz es geht lediglich ein paar kilometer richtung norden. in eine wirklich schnuckelige kleine wohnung, mit schrägen, einbauküche und wunderschönem dunkleim laminatboden.

Objektbeschreibung:

Die Wohnung befindet sich in der 1. Etage eines 5-Familienhaus mit großem Garten in zentraler, ruhiger Lage in *****. Sie hat 2 Zimmer , Diele Bad. Alle Fenster befinden sich zum Garten hin (südwest)

Ausstattung:

Die Wohnung ist im Frühjahr 2007 grundsaniert worden und hat eine neue Elektroinstallation, neue Innentüren und einen hochwertigen Laminatboden erhalten. An den Wäden befindet sich eine neuwertige Rauhfasertapte, die gfls. nur gestrichen werden muß. Das Bad ist türhoch geflliest und mit einer Badewanne ausgestattet. Eine Einbauküche kann vom Vormieter übernommen werden. Kabel- und Telefonanschlüsse sind vorhanden.

Lage:

******. Zu den Autobahnen A **/**/** sind es nur 2-3 Minuten Fahrzeit. Die Busse zur Innenstadt und zur Universität halten ca. 100 Meter von Ihrer neuen Wohnung. Sie haben alle Einkaufmöglichkeiten quasi vor der Haustüre. Das Shoppingcenter ist zu Fuß in 15 Minuten zu erreichen.

wohnküche

wohnküche

flur

flur

badezimmer

badezimmer

schlafzimmer

schlafzimmer

ein absoluter traum, die wohnung, und alles was dort in der beschreibung stand stimmt. die vermieterin ist töfte und ich kann es selber nicht glauben können, dass sie mich ausgewählt hat. ich mein ich bin ein freak und wenn da einer in deiner wohnung steht und mit glitzeraugen “will haben” quikt, bin ich davon ausgeganegen, dass man da ehr dazu tendiert diesen menschen schnellst möglich los zu werden. aber nein die frau mag mich und morgen abend geh ich hin und unterschreibt den mietvertrag.

dies sind zumindest die keinen freuden im leben die sich auch ein rentner leisten kann um glücklich zu sein. allerdings können sie sich auch damit beschäftigen kleine fyer von den zeugen zu verteilen, die sich prima zum herunter fegen der asche und der kippenstummel vom schreibtisch in den mülleimer eigenen oder ein schönes kassler mit sauerkraut und pellkartoffeln kochen, das ich nach geruch-und-optic-cooking aber wohl genau so gut hinbekomme, natürlich mit hilfe meiner beiden kitchen samureis.

nun zum abschluss noch ein kleiner auszug aus unseren all abendlichen skypgesprächen:

“schatz ich hab deinen namen in den käse geritzt”
“na toll dann isst du mich gleich”
“ich vernasch dich”
“ne den käse”
“es ist ein voodookäse”

frei nach dem motto: “ich bin kein zugelassener frisör” wars das auch schon für heute.

meine lieben kleinen

Freitag, 07. November 2008

wenn man einmal ganz davon absieht das kinder wirklich nervig sein können muss man sie einfach lieb haben. so heute meine erkenntnis. die letzte woche war anstrengend aber durchaus mit kleinen positiven ereignissen gespickt, zumindest im arbeitstechnischen sinne. mittlerweile merkt man das etwas zurück kommt, ich scheine, so sagen meine arbeitskollegen, der neue kinderschwarm zu sein. und ich hätte nie gedacht das ich mir so verdammt viele namen merken kann, mein hirn und selbst mein körper laufen auf hochturen und wärend ich duch die gänge hetze habe ich ein breites grinsen auf dem gesicht, solange ich nicht mit ansehen muss wie sonderpädagogen fürs kaffeetrinken bezahlt werden.

jedenfalls kam eine mein kleiner fleischwolf von letzter woche auf dem schulhof zu mir, stellt sich vor mich und nimmt meine hände. “was kommt jetzt?” dachte ich mir, er grinst und wackelt mit meinen armen. “duuhu… wann kommst du denn wieder?” ich bekomme telleraugen und freu mich. “wenn dein zivi und mein kind wieder beide krank sind.” “fahren wir dann wieder aufzug?” er grinst noch breiter. “ja machen wir” Ich muss lachen, ich weiß ja was jetzt kommt. “und wo hin?” ha, bingo. “in die zweite etage.” “und dann?” “dann steigen wir um und fahren wieder runter.” “An der ersten Etage vorbei?” “ja an der ersten vorbei.” ich zerstrubble sein haar, wie schön wenn man vermisst wird.

dann war da noch die schwe-bi-ag, meine kleine schläft und die junge dame mit dem doch recht gravierenden koordinationsproblem, bezüglich ihrer arme hat momentan keinen pfleger, sie ist unheimlich süß, was von vorteil ist wenn man dazu neigt zu einem meiner lieblingskinder zu mutieren. und die kleene hatte ich es ja schon länger angesehen und nun habe ich meine gelegenheit bekommen. objeckt der begierde war zu anfang noch der große blaue luftballon dann ich munter über sie hin weg titschte und sie einen möder spaß hatten wenn er aus versehen meinen kopf traf. aber man will ja nicht untätig rumliegen, warum also nicht einmal versuchen mit zu spielen, problematisch nur wenn man keinerlei kontrolle über benötigte gliedmaßen besitzt. ballon also verfehlt, aber pandis kopf tut es schließlich auch, ich bin empört, sie hat ihren spaß. nach einer weile würde das blöde blaue ding dann aber doch schnell uninteressant, die integrationshilfe allerdings um so mehr. da wird dann schon mal ein finger gegriffen und schwup liegt man halb auf ihr, diese kleinen ärmchen die stehts wie antennen durch die luft fuchteln haben ganz schön kraft. diese kind lacht so unheimlich viel, herrlich sie strahlt mich also an und fängt an an meinem arm herrum zu lutschen, küsschen geben nennt man das wohl. bis ich meinen finger wieder hatte verging dann schon eine weile, als nächstes war also mein schlüsselband, inklusive schlüssel drann und auf die frage ob sie zu mir nach hause wollte bekam ich dann doch ein sehr eindeutiges ja.

so oder so haben einige wenige kinder den hang dazu küsschen verteilen zu wollen, vor allem wenn sie krank sind. wobei man es sich dann doch drei mal überlegt ob man das angebot nicht annimmt, wenn da vor einem die wirklich absolut niedlichste e-klassen-schühlerin der welt steht und mit triefender nase ihr recht einfordert.

ebenso hat man mittlerweile so seine previlegien, ein schühler meiner paralelklasse mit einem hang zum sprung in der schallplatte singt nur mit mir vollständige lieder, ich gebe mich schlißlich nicht mit auf der mauer auf der lauer ab, ich möchte schon den ganzen text preis gegeben bekommen. so stand ich heute auf dem schulhof und gab mit besagtem jungen ein gratiskonzert von alle meine entchen über heidi bis hin zu marmor stein und eisen bricht. als belohnung habe ich ihn dann eine runde über den schuhlhof geschoben. und auch die sehr hungrige fühstücksdiebin lässt sich mittlerweile ganz einfach von mir ködern ebenso brauche ich mittlerweile wirklich alles nur noch ein mal sagen, meine kleine macht immer noch fortschritte und ich bin im wesentlichen nicht unbeteiligt daran.

hach einfach herrlich. i am proud.

Liberty…

Montag, 03. November 2008

…steht auf dem kleinen anhänger an dem reißverschluss seiner jacke, die jacke an die ich mich das ganze wochenede gekuschelt hab, unheimlich weich ist sie gewesen und ich habe wirklich ungern meinen kopf gehoben und bin wieder fort geflogen. Der wunsch umzukehren schlägt die freude über das eigene bett, das andere war doch auch recht gemütlich. die schweiz ist wundervoll und die menschen dort noch viel mehr. ich hab heimweh! das wochenede war so toll, ich habe jede sekunde genossen und hatte überhaupt keine lust zu schlafen, verdammt und dann fallen einem doch die augen zu, welch eine zeitverschendung. meine skype-jungs waren genau so wie ich es mir vorgestellt hatte und wir haben nicht einmal unsere headsets gebraucht, es war auch ohne sehr lustig. jetzt will ich allerdings schnellst möglich wieder zurück, am besten für länger, doch so ist das mit der freiheit. man denkt man lebt alleine kann tun und lassen was man will, kann hin gehen wohin es einem beliebt und zurück kommen wenn man es für richtig befindet, aber nein wenn das geld nicht stimmt kann man das nicht. das gottverdammte geld. jeden monat 200 euro zu investieren ist einfach nicht drinn. die welt ist einfach größer als ich gedacht hatte und 700 km sind einfach kein katzensprung. aber man will ja immer das was man nicht haben kann und bei mir ist es nun eben die freiheit. aber haben wir es ins nicht selbst zuzuschreiben, haben wir es uns nicht selbst gewählt in die ganze welt hinaus zu schreiben und menschen kennen zu lernen, dann sind wir also selber schuld das wir uns in der ferne verlieben, dort hat uns unsere freiheit hingeführt und dann… dann hat man sie doch nicht. in der schweiz darf man als ausländer nur leben wenn man ausgelernt ist mit arbeitserlaubniss und visum und ich habe keins. der tag meiner endgüligen freilassung steht also erst in knapp vier jahren an. solange bleib ich hier festgenagelt. ich vermisse meine freunde, meinem liebsten…schon jetzt dabei bin ich doch erst seit vier stunden wieder daheim.

ab morgen lass ich mir flügel wachsen, dann bin ich frei.