Archiv für Januar 2009

20 minuten

Dienstag, 20. Januar 2009

nach einem mehr oder weniger grauenhaften arbeitstag sitze ich im bus, es ist halb sechs. nur ein siztplatz ist frei bzw. von einer tasche belegt, der inhaber der tasche schwarz gewandet.  ich deute erst auf die tasche dann grinse ich, er nimmt diese vom sitz und ich nehme platz, aus seinen kopfhörern schallt mir nur all zu bekannter krach den ich aber noch nicht so recht definieren kann. gut, denke ich hier kannste sitzen bleiben. soweit ich beurteilen kann geht seine playlist von rammstein bis zu soulfly über, dann kommt es. disturbed ich tippe mit dem fingern den tackt mit, kann das grinsen nur mühevoll unterdrücken dann fange ich leise an den text mit zu singen. die glasscheibe spiegelt, er grinst. jetzt kann ichs auch nicht mehr unterdrücken und tue es ihm gleich. “netten musikgeschmack haste.” so kommt man is gespräch bis er nahe meiner neuen wohnung aufsteht, bevor er aussteigt reicht er mir die hand. “ich bin till” “panda” erwiedere ich.

irgendwie hat mir das heute den tag gerettet.

failed again

Montag, 19. Januar 2009

I’m lookin’ at my watch
At all the time that’s been stolen
When I was carrying you
It seems I’ve tripped and I’ve fallen
Don’t want no one to ache
Oh to be drunk and forgetful
To get out of this unscathed
Oh to be free and inhuman
Some may say I love to play
When the chance is there to take
I’m moppin’ up the floor
From messy recipes of romance
I’m packin’ up the pots
Too many cooks in the kitchen
Some may say I love to let a good thing go to waste
I let it go to waste
Let a good thing go to waste a good thing go to waste
Let a good thing go to waste a good thing go to waste
I’m lookin’ at my watch
At all the time that’s been stolen
When I was carrying you
Seems I’ve tripped and I’ve fallen

smash mouth beschreibt das ganze wohl ganz gut. wenn man sich den arsch aufreißt und keiner merkts und die die es merken tun nichts um es den anderen zu zeigen und dafür das man alles tut was in seiner macht steht um bestimmte menschen zu beschützen, die sich selbst nicht beschützen können, um ihnen zu geben was sie brauchen, um das beste aus ihnen heraus zu holen, um einfach alles zu tun damit diese menschen irgenwann ein bisschen leben könnn und eine angenehme zeit haben. das alles wird einem verdorben weil man die schnautze auf macht weil man die ignoranz mancher menschen einfach nicht mehr erträgt. das leben wird zur hölle, ein flaues gefühlt füllt den magen und man verliert den antrieb. warum tun menschen das? ist ihnen ihre autorität zu kopfe gestiegen? gibt es einfach doch mehr sadisten die ihre macht ausnutzen, lügen und unterdrücken nur um spaß zu empfinden oder nicht erwischt zu werden bei den fehlern die sie machen?

solche erfahrungen machen gute junge menschen zu schlechten alten menschen. wenn man immer und immer wieder gezeigt bekommt das man nicht ein mal die kleinen dinge ändern kann die in dieser welt falsch laufen, dass das sysem die schwächsten dieser gesellschaft zu grunde richtet. ich will nicht die welt retten oder verbessern ich kann nur nicht fassen das man gegen so vieles was sich ändern ließe, wenn menschen die augen oder den mund öffnen würden und mich nicht alleine gegen eine wand rennen lassen würden oder gar die seiten wechseln, nichts tun kann und noch für sein engagement leiden muss.

ich reiße meine schnauze auf weil es mich sonst zerfetzt, ich werfe mich wie eine löwin vor meine jungen und werde von allen seiten zerfleischt, stück für stück in meine bestandteile zerlegt. warum tue ich das immer wieder, ich falle doch eh wieder auf die schnauze.

schnee

Sonntag, 04. Januar 2009

schnee ist etwas wunderbares, alles ist ruhig, wie in watte eingepackt. die autos auf eisglatten straßen fahren nur selten und wenn doch nur ganz langsam, auch die schritte sind gedämpft. menschen wagen sich nur im notfall aus ihren häusern, laufen behutsam, wohl bedacht darauf nicht ins rutschen zu geraten, ihre gesichter mit schals und tüchern vernhangen so das kein laut aus ihren mündern drängt. auch der mensch hinter der fensterscheibe besinnt sich auf das wichtige im leben, sein gemüt wird ruhig so ruhig wie der schnee leise fällt. er macht keine überflüssigen geräusche nur ein verhaltenes, wohlklingendes knarzen bringt er hervor. die wege erzähle ihre geschichte, fußspuhren dutzender menschen auf ihren weg durchs leben, doch sie sind lange fort geschritten und der schnee wird ihren nachweis verschwinden lassen, alles was jetzt ist sind meine füßabdücke und der schwarzweißen welt, meine leisen schritte in der wohltuenden stille, ich denke nach über die frohe kunde die die kaum sichtbaren flocken mir bringen. ich werde sanftmütig und still und alles ist gut.

bauklötze vs. joypad

Samstag, 03. Januar 2009

als ich heute durch einen thread auf einen blogeintrag aufmerksam gemacht wurde kam mir ein alter text, von mir, wieder ins gedächnis, über den ich aufs neue nachsinieren musste.

ich war heute unterwegs um mir einen zwanzigseitingen würfel zu kaufen.
erst besuchte ich ein allgemein bekanntes kaufhaus, mein blick wanderte über playstatonspiele, gamecube, wii und diverse handheldkonsolen…
später bin ich dann durch zufall in den laden gekommen wo meine mutter früher für mich die spielsachen gekauft hat.
das geschäft hatte früher 2 etagen, war bis oben hin voll mit plüschbären, legosteinen und ähnlichen dingen gestopft.
als ich den laden betrat bekam ich einen schock.
abgewrackt, das nun auf eine halbe etage verkleinerte geschäft war menschenleer.
verstaubte regale und einsame kuscheltiere neben verweisten bauklötzen. so traurig aussehend als hätte man ihnen entgegen geschriehen “euch will keiner mehr haben”
der alte verkäufer schaut freundlich und bedient uns personlich, doch seine Augen sind traurig.
macht sich sofort auf den weg und kramt die Letzten 4 würfel aus dem ermatteten regal.
“das sind die letzten” sagt er fast als ob er sich für das alles entschuldigen wollte.
sorgfältig und liebevoll packt er die würfel ein.
nach dem wir ihm noch ein aufmunterdes lächen zeigen, obwohl uns beiden nicht danach zu mute ist, lassen wir ihn wieder allein….
die schaufenster sind dunkel und sperrlich bestückt…

dann denke ich an meine causin er sitzt jetzt sicher vor seiner playstation…
zwar glücklich aber nicht minder allein…

immer wieder muss ich den kopf schütteln wenn ich sehe was sich kinder zu weihnachten wünschen. in der woche vor meinem urlaub habe ich das genz besonders mitbekommen. wenn schon kinder vor dem internet versacken und somit alle sozial kompetenz im keim ersticken kann man sich nur fragen was noch aus uns werden soll.