Holde Meid in Nöten
Dienstag, 13. Oktober 2009rapunzel, lass dein haar herunter.
ja, so in etwa hätte es laufen sollen.
in meinem fall nur, ist der turm aus dem die wunderschöne prizessin zu erretten ist, mein badezimmer und der wachende drache, die türklinke die ich in der hand habe.
aber fangen wir am anfang an.
prinzessin pandi die erste will sich also frisch machen, legt die kleider ab und hüllt sich in ein handtuch, ihr weg führt sie in besagtes badezimmer.
man will duschen, also schließt man die tür … und hat auf ein mal die klinke in der hand.
problematisch hier bei es ist, dass es das weibliche stück ohne stift ist.
pandi guckt, pandi flucht, pandi sucht nach möglichkeiten.
die tür mit dem vorhandenen teil zu öffnen ist ein unmögliches unterfangen.
handy, telefon und wohnungsschlüssel liegen auf der anderen seite der tür, springen geht nicht, die meid lebt schließlich im ersten stockwerk und unter ihrem fenster befindet sich die schmerz prophezeihende kellertreppe.
zum schlafzimmerfenstger klettern, zu gefährlich und das fenster ist so wie so verschlossen.
nun werden stabielaussehende cremtuben verbogen und in das, durch die fehlenden klinke entstandene, loch gefriemelt, es wird gedreht.. nichts tut sich.
fieberhaft wird nach lösungen gesucht und herumprobiert bis eine wasserpumpenzange gefunden ist.
es wird wieder probiert, es klappt immer noch nicht.
was tun?
in panik geraten!
ich kann mich doch nicht ans fenster stellen und um hilfe rufen, vor allem nicht mit einem handtuch bekleidet.
doch im wäschekorb finden sich, gott sei dank eine hose und ein t-shirt.
nun sitze ich am fenter und rufe, dann probier ich es wieder mir der wasserpumpenzange, dann rufe ich wieder.
irgendwann erscheint dann auch eine ältere dame auf ihrem balkon ein haus weiter, doch sie sieht mich nicht.
“hallo, hier drüben” *verzweiflung* “hallo hier rechts von ihnen, am fenster.” “hallo hilfe.” “hallo”
sie bewegt sich zum gehen.
ich rufe lauter, doch sie scheint mich zwar zu hören aber mich nicht zu finden.
doch einige minuten später erscheint ein kopf hinter der mauer und guckt.
ich schreie wieder.
er sieht mich, ich erkäre ihm, dass die nachberin einen schlüssel hat und er verschwindet.
einige zeit später steht er vor meinem fenster, denn die nachbarin ist nicht zuhause.
wir überlegen also, zu dritt, der azubi, der meister und ich, wie wir mich nun da raus bekommen ohne die feuerwehr zu rufen.
bis wir schließlich den entschluss fassen eine leiter zu holen.
so ein glück muss man erst einmal haben, dass ausgerechnet handwerker zur rettung eilen.
die leiter wird also geholt und rapunzels haar wird verschont.
einer der beiden steigt nun zu mir hoch und nach wenigen minuten bin ich endlich frei, kann duschen und all das erledigen was ich, in der stunde in der ich in meinem turmzimmer gefangen war, erledigen wollte.
die türklinken haben wir jetzt anders herum angebracht, damit ich mich gegebenen falls aus meinem bad aussperre und nicht darin gefangen bleibe.
noch mal möchte ich keine angst haben wochen lang im bad fest zu sitzen.