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Menschen

Samstag, 12. Dezember 2009

menschen, die ich zu selten sehe.
menschen, die mich vergessen, weil sie zu traurig sind.
menschen, die glauben mich mögen zu können, obwohl sie mich nicht kennen.
menschen, mit denen ich nicht tanzen will.
menschen, die mich vergessen wollen, aber nicht können.
menschen, die für mich etwas sind, was sie nicht sein wollen.
menschen, die mich vergessen, weil sie glücklich sind.
menschen, die ich suche, weil sie irgendwie dazu gehören.
menschen, die an mich denken, wenn ich es am meisten brauche.
menschen, denen man kein drittes mal begegnet.
menschen, mit denen ich mich gut unterhalten kann.
menschen, die nett zu mir sind, ob gleich sie noch nie mit mir gesprochen haben.
menschen, die mich aus einem unerfindlichen grund gern haben.
menschen, die mich lieben, weil sie nicht anders können.
menschen, die dies lesen und nicht wissen wie gern ich sie habe.

menschen, an die ich denke, wenn ich bei 3°C um 5 uhr allein nach hause gehe.

strampeln für den seelenfieden

Donnerstag, 02. Juli 2009

ein 42 jähriger mann betritt die bühne, alles andere ist jetzt egal. ich stehe also in der zweiten reihe, im untergrund, in köln und sehe das seit sieben jahre ersehnte - static-x live.

natürlich habe ich erst drei tage vor dem konzert erfahren, dass es überhaupt stattfindet, somit durch expressversand 16 euro mehr verpulvert und mit der aussage “wir liefern innerhalb eines werktages” eine menge nerven über den jordan gehen lassen. dass ich nun schlussendlich doch hin gekommen bin verdanke ich in erster linie natürlich meinem freund. wie war das noch gleich? “gebe deiner freundin nie deine kreditkarte.” hat er noch mal glück gehabt, dass ich sie nicht in die hände bekmommen habe. nun ging es daran jemanden zu finden, der sich meiner erbarmen würde, den schweren weg bis nach köln zu beschreiten und welch wunder es fand sich natürlich keiner. die eingefleischten staticfans waren zum heu machen verdammt worden und der rest der belegschaft, mit interesse, hemmungsolos ausgebucht. mit vorangeschrittener zeit und zunehmend zitternden händen wählte ich nun die nummer eines lieben arbeitskolegen, wenig zuversichtlich, dass es noch klappen könnte, doch das schicksal führt zusammen was zusammen gehört, willigte er ein und bekam als goodie oben drauf noch das auto seiner mutter. man muss das glück schon mit löffeln gefressen haben um es bis zu diesem zeitpunkt zu überstehen. der termin den ich von 17 bis 19 uhr hatte war dem eifer zur liebe auf “ich schaff die firmenvorstellung auch in 45 minuten.” zusammen geschrumpft und zu gegebenem zeitpunkt, weniger glücklich von der gegenseite abgesagt worden. so hatten wir sechs minuten nach konzertbeginn unser ziel erreicht. dem navi sei dank, denn der werte kolge ist anfangs, leich zerstreut, erstmal straight nach essen gefahren.

die vorband habe ich natürlich dazu missbraucht mich ein bisschen zu unterhalten und meine kamera auf die ungünstigen lichtverhälltnisse einzustellen. dass sie selbst abbauen mussten fand ich persöhnlich sehr amysant wobei die dame neben mir noch die gelegenheit bakam die schuhe der band ein bisschen weiter anzuschmachten. hüpfend und quiekend erhaschte ich immer wieder ein paar blicke auf mitglieder der heißersehneten iconen bis es dann endlich so weit war.

dort stand er, direckt vor meiner nase, den platz hatte ich mir scheinbar gut ausgesucht. ein alter song jagte den nächsten, zu meinem glück, denn das album zur tour hatte ich noch nie gehört. ich bin schließlich chronisch unterinformiert. pandi hüpft und springt und hat spaß und dann ist da auf einmal ein fuß. ein fuß? ja, er steht zwischen meinen beinen und gehört dem seltsamen unbeweglichen typen hinter mir, mit dieser aktion hat er sich fast in die seltsamkeitsränge des jungen in der ersten reihe, der sich die ohren zu hält, gekämpft. ich drehe mich allso um und vergeude kostbare sekunden der musikalischen feinkost und frage ihn ob er nicht gewillt sei die ungeliebte stolperfalle zu entfernen. ist er nicht. also muss ich es anders angehen, ich hüpfe und springe also weiter, nun zielstrebig mit meinen boots auf seinem füß herum, er weicht keinen millimeter. eine geschätze viertelstunde des ärgers vergeht bis sich hinter mir etwas tut und der komische freak endlich verschwindet. nun habe ich ein paar prügelbrüder am hals aber damit lässt sich ganz gut leben. sie prügeln ich prügle und hinterher schüttelt man sich die hände, weil das in der extase schon mal vorkommen kann. zwischendurch erhasche ich einige blicke auf die band, wayne static knieht grinsend vor seinem mikroständer, vor dem kurze zeit vorher eine ca einen halben meter kleinere tontechnikerin sich abgemüht hatte, durch auf die zehenspitzen stellen die höhendeferenz auszugleichen. da bekam “ich brauch mehr monitor” gleich eine andere bedeutung. jedenfalls knieht er da und ich falle, wie auf der hinfahrt schon erwartet, halb in ohnmacht. am ende ist mein t-shirt klatsch nass und es gibt noch eine zugabe.

nun gehts wayne mit den händen durch die menge und ich kann mich stecken und verbiegen wie ich will ich bin einfach ein paar cm zu kutz. das ergetterte plecktron hat dieses versäumniss zwar nicht ganz wieder gut gemacht, aber ich habe für die zukunft etwas, das ich anschmachten kann. am nächten morgen durfte ich mir dann das blut aus den ohren kratzen, aber man steht gern vorm boxentower um einer seiner lieblingsbands genz nah zu sein.

schnee

Sonntag, 04. Januar 2009

schnee ist etwas wunderbares, alles ist ruhig, wie in watte eingepackt. die autos auf eisglatten straßen fahren nur selten und wenn doch nur ganz langsam, auch die schritte sind gedämpft. menschen wagen sich nur im notfall aus ihren häusern, laufen behutsam, wohl bedacht darauf nicht ins rutschen zu geraten, ihre gesichter mit schals und tüchern vernhangen so das kein laut aus ihren mündern drängt. auch der mensch hinter der fensterscheibe besinnt sich auf das wichtige im leben, sein gemüt wird ruhig so ruhig wie der schnee leise fällt. er macht keine überflüssigen geräusche nur ein verhaltenes, wohlklingendes knarzen bringt er hervor. die wege erzähle ihre geschichte, fußspuhren dutzender menschen auf ihren weg durchs leben, doch sie sind lange fort geschritten und der schnee wird ihren nachweis verschwinden lassen, alles was jetzt ist sind meine füßabdücke und der schwarzweißen welt, meine leisen schritte in der wohltuenden stille, ich denke nach über die frohe kunde die die kaum sichtbaren flocken mir bringen. ich werde sanftmütig und still und alles ist gut.

meine lieben kleinen

Freitag, 07. November 2008

wenn man einmal ganz davon absieht das kinder wirklich nervig sein können muss man sie einfach lieb haben. so heute meine erkenntnis. die letzte woche war anstrengend aber durchaus mit kleinen positiven ereignissen gespickt, zumindest im arbeitstechnischen sinne. mittlerweile merkt man das etwas zurück kommt, ich scheine, so sagen meine arbeitskollegen, der neue kinderschwarm zu sein. und ich hätte nie gedacht das ich mir so verdammt viele namen merken kann, mein hirn und selbst mein körper laufen auf hochturen und wärend ich duch die gänge hetze habe ich ein breites grinsen auf dem gesicht, solange ich nicht mit ansehen muss wie sonderpädagogen fürs kaffeetrinken bezahlt werden.

jedenfalls kam eine mein kleiner fleischwolf von letzter woche auf dem schulhof zu mir, stellt sich vor mich und nimmt meine hände. “was kommt jetzt?” dachte ich mir, er grinst und wackelt mit meinen armen. “duuhu… wann kommst du denn wieder?” ich bekomme telleraugen und freu mich. “wenn dein zivi und mein kind wieder beide krank sind.” “fahren wir dann wieder aufzug?” er grinst noch breiter. “ja machen wir” Ich muss lachen, ich weiß ja was jetzt kommt. “und wo hin?” ha, bingo. “in die zweite etage.” “und dann?” “dann steigen wir um und fahren wieder runter.” “An der ersten Etage vorbei?” “ja an der ersten vorbei.” ich zerstrubble sein haar, wie schön wenn man vermisst wird.

dann war da noch die schwe-bi-ag, meine kleine schläft und die junge dame mit dem doch recht gravierenden koordinationsproblem, bezüglich ihrer arme hat momentan keinen pfleger, sie ist unheimlich süß, was von vorteil ist wenn man dazu neigt zu einem meiner lieblingskinder zu mutieren. und die kleene hatte ich es ja schon länger angesehen und nun habe ich meine gelegenheit bekommen. objeckt der begierde war zu anfang noch der große blaue luftballon dann ich munter über sie hin weg titschte und sie einen möder spaß hatten wenn er aus versehen meinen kopf traf. aber man will ja nicht untätig rumliegen, warum also nicht einmal versuchen mit zu spielen, problematisch nur wenn man keinerlei kontrolle über benötigte gliedmaßen besitzt. ballon also verfehlt, aber pandis kopf tut es schließlich auch, ich bin empört, sie hat ihren spaß. nach einer weile würde das blöde blaue ding dann aber doch schnell uninteressant, die integrationshilfe allerdings um so mehr. da wird dann schon mal ein finger gegriffen und schwup liegt man halb auf ihr, diese kleinen ärmchen die stehts wie antennen durch die luft fuchteln haben ganz schön kraft. diese kind lacht so unheimlich viel, herrlich sie strahlt mich also an und fängt an an meinem arm herrum zu lutschen, küsschen geben nennt man das wohl. bis ich meinen finger wieder hatte verging dann schon eine weile, als nächstes war also mein schlüsselband, inklusive schlüssel drann und auf die frage ob sie zu mir nach hause wollte bekam ich dann doch ein sehr eindeutiges ja.

so oder so haben einige wenige kinder den hang dazu küsschen verteilen zu wollen, vor allem wenn sie krank sind. wobei man es sich dann doch drei mal überlegt ob man das angebot nicht annimmt, wenn da vor einem die wirklich absolut niedlichste e-klassen-schühlerin der welt steht und mit triefender nase ihr recht einfordert.

ebenso hat man mittlerweile so seine previlegien, ein schühler meiner paralelklasse mit einem hang zum sprung in der schallplatte singt nur mit mir vollständige lieder, ich gebe mich schlißlich nicht mit auf der mauer auf der lauer ab, ich möchte schon den ganzen text preis gegeben bekommen. so stand ich heute auf dem schulhof und gab mit besagtem jungen ein gratiskonzert von alle meine entchen über heidi bis hin zu marmor stein und eisen bricht. als belohnung habe ich ihn dann eine runde über den schuhlhof geschoben. und auch die sehr hungrige fühstücksdiebin lässt sich mittlerweile ganz einfach von mir ködern ebenso brauche ich mittlerweile wirklich alles nur noch ein mal sagen, meine kleine macht immer noch fortschritte und ich bin im wesentlichen nicht unbeteiligt daran.

hach einfach herrlich. i am proud.

gute alte freunde

Sonntag, 26. Oktober 2008

ich bin überrascht, in letzter zeit tritt es vermehrt auf das sich meine alten freunde wieder melden. so welche bei denen man sich fragt: “denken sie wohl ab und zu an mich”. ich habe ja nun eine längere zeit damit verbracht mich bei niemandem so wirklich zu melden. sei es wegen der arbeit oder weil ich einfach keine lust mehr habe menschen hinterher zu rennen die scheinbar auf meine anwesenheit verzichten können, wenn ich nicht grade frage ob man was machen will. zudem hat sich mein freundeskreis doch arg ins ausland verlagert und warum soll man sich schweren herzens abmühen wenn doch da menschen sind die sich nun mal wirlich um mich kümmern und die ich mittlerweile genau so liebgewonnen habe. naja scheinbar ist die zeit des einsam vor meinem pc vegetierens vorbei. viel zeit habe ich zwar immer noch nicht, die arbeit schlaucht eben, aber wenn mich jemand fragt sage ich betimmt nicht nein.

ich bin froh, dass ich meine nächtlichen mc-donalds besuche wieder habe, auch wenn ich dann übermüdet zur arbeit gehe, sitze ich doch sehr gern mit meinem “kleinen” im kids-corner und warte darauf das er sich doch noch ein eis holt, auch wenn er auf seine linie achten will. ich freu mich wenn ein gewisser zwilling mich fragt ob wir nicht mal wieder in dem pub gehen, obwohl ich mein geld für tickets, in die schweiz, ausgegeben habe. und auch wenn das ticket nach essen teuer ist, gehe ich doch gerne dort shoppen auch wenn ich die klamotten ebenso in dortmund kaufen kann. selbst der mensch, den ich bei meinem großen aufbruch in die weite welt ohne ein wort verlassen habe macht es mir unheimlich viel freude wenn er nach drei jahren ohne jeglichen kontakt doch meine nachricht beantwortet. doch ganz besonders habe ich mich über den gestrigen abend gefreut, nach ewig langer zeit war ich mal wieder in meiner alten stammkneipe mit einem unheimlich guten freund, bei dem ich gedacht hatte ich hätte es mir nun endgültig mit ihm verscherzt. und es war wie immer, ob ich diesen umstand nun wirklich so gut finden soll weiß ich nicht, aber wieder einen der mir vertrautesten menschen, der immer für mich da war, bei mir zu haben hat mich unheimlich glücklich gemacht.

Ich hab euch lieb.